PCW meets Vellemann

Basteln, Löten, Umbau, Peripherie, ...
kurt
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PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Ich mache mal ein neues Thema zu meinem PCW-Mainboard Eintüt-Projekt auf - 'Composite' ist im Ansatz beides, aber auf unterschiedlichen Gebieten. Das Gehäuse zu digitalisieren ist ja schon erledigt. Mit dem, was dabei herausgekommen ist, ging es nun ans Bestücken des Inneren. Die PCW-IO, die in den Screenshots zu sehen ist, alles andere ist aus betrachtungstechnischen Gründen als Wire-Frame dargestellt. Dadurch wird leider das Auge beim erkennen was man da sieht, stark gefordert. Deshalb etwas länger betrachten und dabei folgendes versuchen zu erkennen:

Im Deckel 'hängt' das PCW-Mainboard, das sind die blauen, grünen und roten Blöcke, das Mainboard ist braun. Die zwei Floppy-Drives stehen in der Bodenschale und sind schwarz. Ledigich das PCW-IO ist in Massivdarstellung zu sehen, gewissenmaßen als Orientierungshilfe. Das Boarddesign ist so bei zwei Drives nicht zu gebrauchen, ich brauche es aber zum Testen und der Lage der Anschlußbuchsen wegen. Anhand der Draufsicht kann ich als nächstes das Outline des neuen Boards festlegen und dann das Layout neu gestalten. Aus Kollisionsgründen stehen die Drives auf 10mm Hexagonstützen, das PCW-IO auf 7mm Stützen. Auf diese Weise ist sichergestellt, das im Falle von Routing-Problemen die Leiterplatte notfalls vergrößert und unter die Laufwerke erweitert werden kann. Für Bauteile unterhalb der Laufwerke ist die 'Deckenhöhe' des Gehäuses zu gering, aber unter die Drives solle auch nichts. Der zur Verfügung stehende Platz dahinter (da wo die Buchsen sind) und zwischen den Laufwerken sollte/muß ausreichen.

Soviel bis jetzt und zur Theorie. Was für'n Krampf das dann wird, werde ich merken...

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Zuletzt geändert von kurt am 30.11.2021, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Anscheinend gehen nur 3 Bilder auf einmal...

Deshalb hier das 4te, auf dem die Höhenverhaltnisse zu sehen sind.

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Bildschirmfoto_2021-11-24_22-44-00.png (56.98 KiB) 1048 mal betrachtet
kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Hier ein neuer Zwischenstand. Die PCW-IO PCB ist umdesignd, die Bestückung entsprechend anders verteilt. Die Buchsen mußten etwas mehr zusammenrücken, trotzdem ist die Leiterplatte in der Breite etwas angewachsen. Schuld ist hierfür der Schaltregler mit seinem Kühlkörper. Da ich den gern in der Nähe der Hohlbuchsen positionieren wollte und die Ganglage zwischen den Laufwerken zu einem sehr ungünstigen Leiterbahn-Design geführt hätte, blieb nur in die Breite auszuweichen (~2,5cm mehr). Insgesamt ist das Ergebnis aber besser geworden, wie befürchtet. Hier eine Draufsicht auf die Platine:
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Hier die Rückansicht auf die Anschlußbuchsen, das 2te Laufwerk ist der besseren Darstellung wegen ausgeblendet. Die Laufwerksanschlüsse werden über Adapterplatinen in die Vertikale verlegt, horizontal wären die Anschlußstecker den Bauteilen auf der PCW-IO im wege. Nach oben ist dafür Platz, da auf dem PCW-Mainboard in diesem Bereich nicht viel los ist. Das Flachbandkabel und die Stromkabel vom Mainboard zu den Laufwerken liegen über den Laufwerken, womit die Kabellänge mehr als ausreichend ist. Die Vertauschung von +5V & +12V am Floppy-Power Stecker kann recht einfach am Adapter kompensiert werden. Damit entfällt der Eingriff direkt an den Steckern (man bleibt also kompatibel zu den 3" Laufwerken).
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Bildschirmfoto_2021-11-30_11-40-55.png (131.54 KiB) 969 mal betrachtet
Hier noch ein Blick auf die Frontseite. Vorgesehen ist noch eine Bohrung für die 5v Power-LED, einen explizieten EIN/AUS-Schalter gibt es nicht. Diese Funktion habe ich als Schnurschalter in die 12V-Leitung des Steckernetzteiles verlegt (oder woher-auch-immer die +12V kommen). Ich schalte meist alles zentral über die Mehrfachsteckdose ein u. aus.
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Weiter im nächsten Post...
kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Als leztes die Draufsicht, das Mainboard sowie die Deckelschale sind ausgeblendet:
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Bildschirmfoto_2021-11-28_20-23-19.png (64.8 KiB) 969 mal betrachtet

Ein 'Restproblem' stellt der Drucker-Port mit seiner separaten +24V Hohlbuchse dar. Da das ursprüngliche Netzteil des PCW nicht vorhanden ist, kommt aus selbiger Buchse auch nichts mehr raus. Es wäre nun möglich, die PCW-IO mit 24V zu versorgen, der Regler spielt da sicherlich mit, mich stört nur die hohe Spannungsdifferenz und die trotz hohen Wirkungsgrad anfallende Verlustwärme (ein Lüfter wollte ich eigentlich nicht auch noch einbauen). Eigentlich sollte es doch auch vertretbar sein, dem Drucker ein eigenes 24-Netzteil zu verpassen ?! - gibt es dazu Erfahrungen, spielt der Drucker da mit oder gibt es dann Ärger. Immerhin bedeutet (PCW)Rechner AUS auch Drucker AUS, was bei separatem Netzteil nicht zwingend der Fall ist.

Der Edge-Connector ist die nächste Baustelle mit Fragen. Eine kurze Suche im Web lieferte für die passende Anschlußbuchse so um die popelligen €20,-- pro Stück (Händler in England). Das ist mir für so'n einsames Teil zu teuer. Alternative wäre die Konstruktion wie im Bild unten: mittels aufgelötetem Pin-Header einen Adapter bauen, der dann wiederum den Übergang auf einen weiteren 2x25 Pin-Header bereitstellt. Besonderer Vorteil: die alten Aufsteckmodule sind dann Geschichte - da ich davon keines habe, für mich leicht zu verschmerzen, aber wer hat, dürfte bei diesem Gedanken die Nase rümpfen - Kommentare, Vorschläge ?. Ein anderer Punkt sind die beim aufstecken/abziehen des Anschlußkabels auftretenden Kräfte sein. Die mechanische Konstruktion des Befestigungswinkels ist einfach, ev. hat auch der örtliche Baumarkt da was passendes (plus nachfolgender Modifikation des Teils) was ebenfalls past/geht. Da habe ich momentan noch nichts konkretes - Meinungen, Kommentare, Einschätzungen ?

Nun ja, hier erst einmal der Screenshot:

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Bildschirmfoto_2021-11-30_18-29-25.png (278.16 KiB) 962 mal betrachtet
Mechanisch scheint ja trotzallem alles soweit zu passen, als nächstes geht es jetzt an die elektrische Betrachtung aus PCW-IO, PCW-Mainboard und 3.5"-Laufwerken und die Beantwortung der noch offenen Punkte auf meinem Zettel. Bin gespannt, was sich da noch so alles auftut...
kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Fortsetzng aus 'Re: Joyce auf Composite':
>> Kurt gehst Du in Serienproduktion ?

Im Augenblick feile ich immer noch an der inneren Hardwareausstattung der Box. Ich versuche so viel wie möglich an Ausstattungsmöglichkeiten ins Boot zu holen wie geht. Durch die Weihnachtsfeiertage geht alles recht langsam von statten. Die letzte Ergänzung war ein kleines Stepup-Wandler-Modul um von den +12V 'Standardversorgung' die +24V für den Joyce-Drucker zu erzugen, sodaß die dafür am Mainboard vorgesehene Hohlbuchse weiter genutzt werden kann. Wer die 3" Joyce-Laufwerke weiterhin nutzen will, sei es nur Drive A oder auch noch Drive B muß dann zwingend mit den +12V als Hauptversorgung arbeiten. Die heutigen 'modernen' 3.5" Laufwerke benötigen die 12V ja nicht - das macht die Sache einfacher. Wenn ich mit den 3D-Hardware-Arbeiten so weit rum bin, stelle ich wieder neue Bilder ins Forum. Ein besonderer Knackpunkt ist z.B., wie man die vielen Bohrungen in die Ober- u. Unterschale bekommt, damit auch alles korrekt Positioniert zu den Durchbrüchen in den Blenden passen. Angedacht ist ein 1:1 Ausdruck auf DIN-A4, der Ausgeschnitten zwischen die kleinen Nippel in den Schalen paßt und als Bohrschablone dienen soll. Das muß ich aber noch genauer überprüfen, den im 3D-CAD sieht sowas immer ganz toll aus, aber in der Praxis liegt dann der Teufel wieder im Detail...

hhmmm, Serienproduktion, darüber wäre dann zu diskutieren, wenn die Sache final ist :-) derzeit habe ich mir dazu noch keine großen Gedanken gemacht. Was ich zu vermeiden suche, ist zu viele Platine fertigen lassen zu wollen. Das geht in Summe ganz schön ins Geld. Um den PCB-Fertiger kommt man bei der PCW-IO und dem Interface-Adapter am Direktsteck-Anschluß nicht herum. Das geht nicht 'zu Fuß'. Alle anderen kleinen Adapter an den Laufwerken und auf dem Mainboard gehen recht einfach und schnell selbst zu löten, an denen ist nichts kompliziertes. Man muß lediglich die Lochrasterplatinen aus der Bastelkiste zur Hand haben und passend zurecht schneiden. Wie man diesen 'Kleinkram' in Serie machen will... - muß man wohl von Fall zu Fall drüber reden, da möchte ich mich jetzt nicht festlegen. Eine irgendwie geartete Bauanleitung zum Ganzen gehört dann wohl auch noch dazu, eine Sache, die derzeit nur rundimentär im Hinterkopf existiert.

Einige Sorgen macht mir derzeit der PIC auf der Habi-Soft PCW-IO Platine. Hat die schon mal jemand aufgebaut und diese PS/2-auf-Joyce Keyboard-Umsetzung erfolgreich in Betrieb gehabt ? Bei mir funktioniert das nicht. Wenn das nicht funktioniert, wird's etwas komplizierter, aber man kann ja immer noch die Originaltastatur nehmen. PS/2 wäre jedoch schon schöner, die sind heutzutage einfach mehr Standard.

Unklar ist mir auch, in welche Richtung die beiden DB-Buchsen des Seriell/Parallel-Moduls (den Namen habe ich gerade nicht zur Hand, bin auf meinem anderen Labtop am schreiben) zeigen, wenn es aufgesteckt ist. Auf den mir vorliegenden Fotos ist nicht zu erkennen wo der Kodiersteg der Anschlußbuchse ist. Da der Edge-Connector am Mainboard durch den Adapter auf einen IDC-Pin-Header umgesetzt wird, kann dieses und andere Module nur dann genutzt werden, wenn hier wiederum Adaptermäßig nachgeholfen wird. Nur dazu muß ich wissen, wohin die beiden DB's zeigen, damit ich das Adapterlayout passend erstellen kann und die Buchsen hinterher nicht falsch liegen. Angedacht ist, den Adapter so zu bauen, das diese Aufsteckmodule über der Deckelschal zu liegen kommen und gut zu erreichen sind.

Es ist wieder mal überraschend festzustellen, was ein Anfangs als übersichtlich erscheinendes Bastelprojekt alles an Problemen bereit hält.
wnb
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von wnb »

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Danke für die Rückmeldung.

"Serienproduktion ...
derzeit habe ich mir dazu noch keine großen Gedanken gemacht. Was ich zu vermeiden suche, ist
zu viele Platine fertigen lassen zu wollen."


Gut Ding braucht Weile ... und bleiben wir realistisch: Eine allzu große Serienproduktion wird dabei leider nicht in Auftrag gehen müssen. Hauptsache ich bekomme ein Exemplar ;) und Bernd hat ja auch Interesse angemeldet.

Was die Habi-Soft PCW-IO Platine betrifft, so habe ich (leider vergeblich) versucht ein Anschauungsexemplar aus Spanien zu erwerben ... aber vielleicht können wir dort noch einige Infos zu den von Dir genannten 'Problemen' erhalten.

Wünsche deweil erst einmal einen guten Rutsch und bleibt alle gesund !

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kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Eine allzu große Serienproduktion wird dabei leider nicht in Auftrag gehen müssen. Hauptsache ich bekomme ein Exemplar ;) und Bernd hat ja auch Interesse angemeldet.
Das wäre tatsächlich eine übersichtliche Kleinserie.
leider vergeblich) versucht ein Anschauungsexemplar aus Spanien zu erwerben
Im Clubheft #98 klang das ja auch schon an. Ich habe noch 2 weitere PIC's, die werde ich auch noch programmieren und testen - das ich mein eigenes Layout vergurkt habe, glaube ich nicht, ist aber möglich. Mitunter stellt man sich unbegreiflich dämlich an (ist mir alles schon passiert). Hoffe nicht, das alle drei Blindgänger sind. Ansonsten muß ich bis ca. 5. Jan. warten. Ich habe mir für €10,-- ein PCB-Batch (3 Stk.) bei Aisler bestellt. Dann teste ich mit der original PCB. Mal schaun was dabei rüber kommt und wenn das nichts klärt wird Habi-Soft befragt. Leider gibt es auf der Web-Side nur den fertigen Hex-File und keinen Quellcode. Soetwas ist immer unschön und macht bei Problemen nur Mehrarbeit.

Ebenfalls Guten Rutsch ins neue Jahr. Ich muß gleich los und meinen alten Lappen gegen den neuen im Eurokartenformat eintauschen. Das Teil ist 50 Jahre alt, einmal schon durch die Waschmaschiene gegangen (versehendlich) und erst das Foto (!) - kaum zu glauben, das man mal sooo gut ausgesehen hat ;) Als historische Erinnerung den zu behalten (entwertet oder wie auch immer), wäre schon schön.
kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

Ich habe noch etwas an der Hardware weiter gefeilt und jetzt einen Stand erreicht, von dem ich Glaube, das er zu 99% final ist. Um hier nicht alles mit Bildern vollzumüllen, sind die Ansicht in einem zip zusammengefaßt. Seht euch das mal an. Derzeit ist nicht berücksichtigt, 3"-Laufwerke ins Gehäuse einzusetzen - die habe ich nicht, dementsprechend kann ich sie auch mechanisch nicht berücksichtigen. Ansonsten kann 3.5"-Floppy und GOTEK pur oder gemischt eingebaut werden. Der originäre PCW-Drucker müßte auch gehen (die 24V werden geliefert). Nach genauerer Betrachtung der Schaltpläne dürfte der Drucker nicht mehr als 1,2A max. aufnehmen, ansonsten schlägt beim original-PCW eine Überstromabschaltung zu. Insofern bin ich guter Hoffnung, dass das auch funktionieren wird (das letzte Wort hat hier aber der Praxistest - den ich aber mangels PCW-Drucker nicht durchführen kann). Ev. kann man das ja auf dem nächsten Bitte-8-Bit-Treffen machen, das ist jedenfalls die Deadline, die ich vor Augen habe. Für die DC-Versorgung der Box wird wohl ein 12V/5A-Netzteil standard werden, damit Drucker, Box und ein kleiner VGA-Monitor (mit 12V-DC) versorgt werden können. Derartige Netzteile gibt's bei eBay. Das wär's ersteinmal für dieses Jahr :lol:

Diverse_Ansichten_PCW_in_VellemanBox_20211231.zip
(739.99 KiB) 24-mal heruntergeladen

Ein frohes neues Jahr, einen guten Rutsch und für's nächste Jahr vom Jahreswechsel keine Kopfschmerzen... ;)
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schombi
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von schombi »

Euch allen erstmal ein gutes, neues und vor allem gesundes Jahr!

Tolle Arbeit, Kurt! Ich hatte ja schon Interesse an der Compositelösung für die Joyce angemeldet, eine ready-to-use Vellemannbox wäre natürlich ein Traum für mich!
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http://schombi.de/my-retro-collection.html
kurt
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Re: PCW meets Vellemann

Beitrag von kurt »

>> Ich hatte ja schon Interesse an der Compositelösung für die Joyce angemeldet, [...]

Hmm, ich hatte nach abgeschlossenen Test eine PM an dich geschickt, aber die wurde allem Anschein vom Forum gefressen. Sei's drum, das Platinchen liegt treu und brav neben meinem Multicomp :lol: Kann ich eintüten, falls Du Dir nicht schon eine andere Lösung aufgehalst hast...

Inzwischen war ich nicht untätig und denke ein kurzer Zwischenbericht ist angebracht.

Von den zwei dicksten Knackpunkten ist die Nummer 1, die Funktionsverweigerung des PIC zu funktionieren, gelöst. Rückblickend ist es meiner nicht vorhandenen Erfahrung im Umgang mit den PIC's geschuldet, das ich anfangs nicht erfolgreich war: Dem HEX-File zum Programmieren fehlt der Teil zum Setzen des "Configuration Words". Damit werden einige wichtige Internas des Prozessors definiert, wie z. B., ob der Clock vom internen Oszillator oder vom externen kommen soll. Da sind noch andere Bits, die definiert gesetzt werden müssen, aber ohne Clock funktioniert der Prozessor nun mal nicht. Nach Studium des Datenblattes und sehr intensiver Suche in Web, habe ich dann im CPCWiki Forum in einem Chat die notwenigen Bit-Einstellung in einem Kommentar von Habi-Soft gefunden. Man kann das auch im ProgrammCode gleich mit reinschreiben - was wohl meist gängige Praxis ist - aber in Prueba.hex fehlt dieser Teil und man muß die Bits im Programmer von Hand zuvor setzen und dann erst programmieren. Mein weiteres Pech war, das gerade dieses Configuration Word mit der Software zum TL866A (den ich benutzt habe) wohl nicht korrekt bedient werden kann - jedenfalls habe ich es damit nicht hinbekommen. Erst mit dem PICkit2-Programmer (konnte ich sehr preiswert auf eBay inkl. CIF-Sockel ergattern) hatte ich dann Erfolg. Mühsam ernährt sicht das Eichhörnchen. Zumindest sehe ich jetzt aktivitäten, die der dokumentierten Weise entsprechen (John Elliot und andere). Alles andere zu testen geht erst, wenn ich den Prototypenaufbau "ans Netz" gehen lasse. Die Holzplatten-Sandwich-Konstruktion steht schon breit, muß nur noch vollständig verkabelt werden, dann ist Stapellauf...

Knackpunkt 2 ist mein GOTEK-Drive dem Mainboard als Drive-A zu verkaufen. Da steht mir noch die korrekte Parameterdefinition des Config-Files im FF-Verzeichnis bevor, damit sich das GOTEK wie SSSD verhält, einschließlich einer Boot-Diskette als File-Image. Es bleibt spannend...

Bleibt noch das Frontplatten-Thema: Der ein oder andere wird sich vielleicht schon gefragt haben, wie ich die vielen Durchbrüche vorn und hinten in die zum Gehäuse mitgelieferten Blenden bekommen will.

Anwort. in die garnicht ! Das wird mir zu viel Dreck und zum Anderen glaube ich nicht, dass das praktikabel und passgenau zu machen ist.
Lösung: Wenn schon alles im 3D-CAD vorliegt, dann ist die naheliegenste Lösung 3D-Druck. Nach 2 Probedrucken, bei denen noch ein paar kleinere Unsauberkeiten in der CAD-Defenition der Vellemann-Box zu Tage traten, liegt das Ergebnis vor. Da mein 3D-Drucker nur max. 180³mm³ an Volumen bearbeiten kann, werden beide Platte geteilt, dann paßt es wieder. Vorn gibt es die kleine Blende zum Abdecken der Teilungsnaht und hinten halt eine von innen zu montierende. Beide werden dann durch die Kippschalter fixiert. Das funktioniert sehr gut und gibt den Hälften einen guten zusammenhalt. Fotos wie das real aussieht später, dafür muß Tageslicht her, ansonsten sind die Fotos nicht zu gebrauchen - zu viel Schattenwurf durch das Tablett und auch unzureichend ausgeleuchtet.

Soviel zur gegenwärtigen Projektsituation.


PS: Hier das zip-Archiv mit den Fotos zur Vorder- und Rückseite der Vellemann-Box mit den 3D-gedruckten Blenden. Mit enthalten das wesentlich um dieses Configuration-Word Reister des PIC16F628A. Das Datenblatt zum PIC ist im Web zu finden.

Gehaeusebilder_u_sonstige_Doku.zip
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Zuletzt geändert von kurt am 21.01.2022, 19:28, insgesamt 2-mal geändert.
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