Die Joyce-Connection...

Basteln, Löten, Umbau, Peripherie, ...
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kurt
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Die Joyce-Connection...

Beitrag von kurt »

Da es ja keine Interface-Module mehr käuflich zu erwerben gibt, bliebt nur DIY. Im Wiki-Forum bin ich beim stöbern über eine alternative Hardware-lösung von James Ots für ein serielles Interface gestolpert (zu finden hier: https://github.com/jamesots/pcw_serial_board )

ich konnte nicht um hin, mir das genauer anzusehen und etwas Hand anzulegen, will heißen, die Schaltung etwas zu erweitern: etwas Wifi und eine zusätzliche Hohlbuchse als +5V-Ausgang für externe Experimentier-Hardware (wer das nicht braucht, einfach unbestückt lassen). Wie das Ganze angestöpselt an der Velleman-Box aussieht ist auf den beiden nachfolgenden Bildern zu sehen.

Joyce_mit_seriellem-Interface_vorn.jpg
Joyce_mit_seriellem-Interface_vorn.jpg (166.63 KiB) 1037 mal betrachtet
Joyce_mit_seriellem-Interface_hinten.jpg
Joyce_mit_seriellem-Interface_hinten.jpg (180.32 KiB) 1037 mal betrachtet

Laut James Ots soll alles sauber laufen, ich muß es aber trotzdem noch für mich testen. Das Joyce-CPM soll die die Serielle Out-of-the-Box erkennen - wir werden sehen, mir fehlt da einfach die Praxiserfahrung...

Weiter geplant ist noch eine zweite Platine (als Aufsteck-Erweiterung), auf der sich der Rest meines Wunschzettels einfinden soll:

1 x I2C-Bus plus Hardware-RTC (mit DS1302)
1 x Centronics-Port (aus Platzgründen wohl als DB15)
1 x uIDE8-Interface (für die obligatorischen CF-Card)

Das dürfte die zweite Platine gut füllen, hoffentlich paßt alles drauf. Im angehängten zip-Archiv sind noch weitere Ansichten. Soviel erst einmal zum gegenwärtigen Projektstand.

Serielles-Board_Ansichten.zip
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kurt
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von kurt »

Das Gehäuse für das Interface-Board nimmt Gestalt an. Einige notwendige Änderungen haben sich schon gezeigt. Zwei Schrauben zum Besfestigen von Deckel und Boden reichen nicht, dann klaffen die Ecken leicht auf. Funktional kein Problem, sieht nur sehr unschön aus. Das wird noch geändert. Ebenso müssen die beiden Schrauben in der Deckelmitte verschwinden, es kann alles von der Unterseite her verschraubt werden. Etwas undankbarer ist da schon die Anforderung, das Gehäuse so zu gestallten, das es für die geplante Aufsteck-Platine (mit den Restwünschen) einfach nur durch aufstecken eines zweiten Gehäuserahmens nach oben erweitert werden kann. Schließlich soll nur deswegen kein neues Gehäuse fällig werden (der Ausdruck der 'Grundversion dauert ca. 7 Std., man staunt immer wieder über den Zeitbedarf). Hier erst einmal ein Bild des aufgesteckten Protypen.

Die stl-Daten für's Gehäuse zusammen mit den kiCAD-Files stelle ich ein, sobald die Änderungen gemacht sind. Wer zusätzlich den Centronics-Anschluß benötigt, muß sich noch etwas gedulden, die PCB mit dieser Erweiterung ist erst gestern im Briefkasten gelandet und muß noch bestückt werden. Ein angepaßtes Gehäuse gibt es auch schon, krankt aber an den gleichen Macken und muß diesbezüglich noch korregiert werden. Die Restwunsch-Platine (Joyce-Uhr, IDE-Interface u. Z80-PIO) wird wohl erst zum Jahreshaupttreffen fertig sein (hoffe ich zumindest) - der Kampf gegen das Unkraut im Garten tobt nachwievor ungebrochen und grätscht immer wieder dazwischen...

Ein Blick in die Angebotsliste von Mouser-Deutschland hat mir gezeigt, das es auch 50-pol Centronics-Stecker gibt, die in vertikaler Montage auf eine Platine gelötet werden können. Damit ließe sich eine ähnliche Adpterplatine bauen, welche wie bei meiner Lösung, ein aufstecken des Interface-Moduls an ein deutsches Mainboard mit Centronics-Interfacebus ermöglicht. Meinungen, Ansichten, Kommentare ...?

Aufgestecktes_Interface_Joyce_Vorderseite.jpg
Aufgestecktes_Interface_Joyce_Vorderseite.jpg (188.27 KiB) 874 mal betrachtet

Weitere Ansichten in zip.

Ansichten_Velleman-Joyce_m_seriellem_Interface.zip
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schombi
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von schombi »

Sieht super professionell aus.

Eine Adapterplatine faende sicher einige Interessenten, denn sie ist ja recht universell einsetzbar.
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kurt
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von kurt »

>> Eine Adapterplatine faende sicher einige Interessenten, [...]

Soetwas läßt sich machen: Einsteckseite 50-pol Centronics Stecker, Aufsteckseite 2x25-pol Pin-Header Footprint (gerade oder gewinkelt entscheidet jeder selbst) ?
kurt
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von kurt »

Das letzte Wochenende war recht produktiv. Der Centronics-Adapter ist soweit fertig. Hier ein Anwendungsbild, die anderen Bilder im zip. Grundlage für die Centronics-Seite des Adpters ist ein ganz schnöder 50-pol Centronics-Stecker mit Lötkelchen und Metallgehäuse, welches nicht genutzt wird. Von interesse ist nur der Kontaktkopf mit den Lötanschlüssen. Den Centronics-Stecker habe ich von CONRAD (€7,50). Der Wannestecker von ebay bzw. aus meinem Handlager. Geschätzte Kosten bei Neubeschaffung ca.€10,-- exkl. der CONRAD Versandkosten. Hat man die Kaufteile bereits rumliegen, liegt der finanzielle Aufwand bei ca. €2,-- für die zu druckenden Plastikteile. Man sieht, die deutsche Wirtschaft verdient großartig mit.

Die Einzelteile des Adpters müssen sauberst zusammengeklebt werden, exkl. des Wannensteckers. Ganz besonders wichtig ist, das die zu lötenden Verbindungen Lötkelch Centronics-Stecker -> Pins des Wannensteckers im mittleren 2/3 der Verbindungen mit geraden Stücken 0.5mm Silberdraht erfolgen. Die Aufsteck- bzw Absteckkräfte an der Centronics-Buchse sind beachtlich hoch. Die geraden Drähte sollen sicherstellen, das die Zugkräfte beim Abstecken möglichst auf den Adapterrahmen übertragen werden und nicht vollständig von den Klebestellen getragen werden müssen. Die Verklebung des Centronic-Kontaktkopfes mit dem Adapterrahmen muß deshalb sorgfälltig erfolgen. In wie weit hier 2-Komponentenkleber mit Tauglichkeit für Kunststoffe weiterhilft kann ich nicht sagen. Ich werde meinen 3D-Druck-Kleber mal an die sache heran lassen - was anderes habe ich eh' nicht ;-)

Der klapprige Metalkörper zerlegt sich jedenfalls beim Absteckem. Da hoffe ich mal, das meine Konstruktion am Ende besser zusammenhält...

Und jetz ein Bild und das zip-Archiv.

Centronics-Adapter_am_seriellen-Interface.jpg
Centronics-Adapter_am_seriellen-Interface.jpg (181.52 KiB) 801 mal betrachtet
Bilder_Centronics-Adapter.zip
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kurt
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von kurt »

Hier die stl- und step-Daten für den Adapter. Ich habe das Teil in Interface-Bus-Adapter umbenannt - darum geht's ja letztendlich und nicht um den Centronics-Stecker :D

PCW_Interface-Bus-Adapter.zip
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Paul
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von Paul »

Hallo Kurt,
ich finde es wirklich toll wie professionell deine Lösungen aussehen.
Hat die 5V Buchse das gleiche Format wie die 24V Buchse? Ich frage wegen eventueller Verwechslungsgefahr.
Wie hattest du den Centronics Druckerport vorgesehen?
Gibt es da keine Chance auf DB25 zu kommen und somit ein Standard PC Druckerkabel zu verwenden?
Liebe Grüße Paul
kurt
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von kurt »

Hallo Paul,
>> Hat die 5V Buchse das gleiche Format wie die 24V Buchse?
Von den Gehäuseabmaßen ja. Es gibt die Hohlbuchse aber in 2 Ausführungen: 5.5x2.1mm (die verwende ich) und 5.5x2.5mm. Letztere ist aber nicht so weit verbreitet hier bei uns. Der Mittelstift ist mit seinen 2.5mm dicker, wodurch der Hohlstecker eines handelsüblichen 5V-Steckernetzteils mit 5.5x2.1 Hohlstecker nicht aufgesteckt werden kann. Damit hätte man dann zumindest das Reverse-Powering einigermaßen ausgeschlossen. Ich habe das genannte Problem bei meinem Multicomp (siehe Foto mit dem Stopfen); gelöst habe ich es dann mit dem gezeigten Stopfen. Das ist so gut wie Narrensicher. Jedenfalls hat es bisher alle meine Versuche, das 12V-Netzteil in die 5V-Ausgangsbuchse zu stecken sicher verhindert. Die Stopfen sind schnell auch in größeren Mengen auszudrucken, deshalb sehe ich das völlig entspannt. Auf Wunsch kann ich auch ein 1mm Schrägloch in den Griffteil designen, durch das mittels Zwirn dann der Stopfen am Interface-Gehäuse befestigt werden kann. Die notwendigen Löcher habe ich weitgehenst in allen üblichen größen auf Lager :D

Das 'Verwechlungsproblem' gibt es übrigens nur auf der ersten Version der Interface-Box. Die finale Version hat diesen 5V-Ausgang nicht mehr (den Platz nimmt jetzt das IC für den Centronics-Teil ein (siehe auch in den Fotos)). Ich hätte die Buchse gern beibehalten, aber das Verwechslungs-Thema war mir durchaus bewußt. Wenn aber dringender Bedarf besteht, die Hohlbuchsen gibt es auch für Einlochmontage und Löcher wie gesagt sind nicht das Problem !

>> Wie hattest du den Centronics Druckerport vorgesehen?
Mittels DB15-HD - siehe auch hier in den angehängten Fotos. Zur Verdeutlichung ist auf dreien der Fotos eine Gegenüberstellung von DB25/DB9 und DB15-HD/DB9 und der Interface-Platine zum Vergleich beigefügt. Man sieht dann recht deutlich, das der DB25 zwar geht, die PCB aber deutlich verbreitert hätte (ohne einen Mehrwert). Das wollte ich aber nicht. Auf dem dritten Foto ist das Innenleben des DB15-HD zu sehen. Die Stecker sind nicht allzu teuer (€4,--/Stk). Ich gebe zu, es ist der Weg für Mutige, nicht jeder möchte sein Druckerkabel am DB25 kappen und dann nach alter Elektromeister-Sitte die Leitungen durchklngeln und am DB15 wieder aufklemmen. Aus meiner Sicht überwiegen die kompakten Maße der Interface-Box unter Verwendung eines DB15-HD gegenüber der Nichtabkneifmaßnahme ganz klar. Ich habe hier noch 2 überzählige Klemmblock-DB15 liegen - wer mutig ist und will...

Wir sehen uns ja in 2 Wochen auf unserem Bitte-8-Bit Treffen. Da ließe sich dann das Ganze Thema (was also am Kabel ab DB15 und danach hängt weiter beleuchten).

PS: Mir ist es Anfang der Woche gelungen, in England noch ein PCW-8256 Mainboard zu sichern. Kommt aber erst nach unserem Treffen - Dank Ärmelkanal und den verschlungenen Wegen der deutsche Zollbürokratie. Schaun 'mer mal...

Fotos_DBxx-Optionen_Interface-Bus-Adapter.zip
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Paul
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Re: Die Joyce-Connection...

Beitrag von Paul »

Da freue ich mich auch schon drauf!
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