Velleman-Joyce mit externer Backplane

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kurt
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Re: Velleman-Joyce mit externer Backplane

Beitrag von kurt »

Heute habe ich es endlich geschafft, einmal auszutesten wie schnell die JOYCE beim Schreib/Lese-Zugriff auf Floppy, RAM-Disk und CF-Karte ist. Benutzt habe ich das Programm Transfer.com, welches aus dem Forum VzEkC stammt.

Code: Alles auswählen

Transfer-Test JOYCE auf CF-Karte:
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Schreiben über 11 Blöcke: 11355 Byte/Sek.
Lesen     über 11 Blöcke: 16000 Byte/sek.

Transfer-Test JOYCE auf RAM-Disk:
======================================================
Schreiben über 11 Blöcke: 22000 Byte/Sek.
Lesen     über 11 Blöcke: 29333 Byte/sek.

Transfer-Test JOYCE auf Floppy-B:
======================================================
Schreiben über 11 Blöcke: 1903 Byte/Sek.
Lesen     über 11 Blöcke: 2286 Byte/sek.

Ergebnis Schreiben:
===================
CF-Karte zu Floppy:    5,96689-fach schneller
RAM-Disk zu CF-Karte:  1,93747-fach schneller
RAM-Disk zu Floppy:   11,56069-fach schneller

Ergebnis Lesen:
===================
CF-Karte zu Floppy:    6,99912-fach schneller
RAM-Disk zu CF-Karte:  1,83331-fach schneller
RAM-Disk zu Floppy:   12,83158-fach schneller
Die Anzahl geschriebener/gelesener 32kB-Blöcke ist an der RAM-Disk orientiert. Mehr wie 11 Blöcke gehen da nicht. Mit diesem Wert wurden auch die Floppy bzw. CF-Karte getestet. Bei der Abfrage ob es ok ist, eine 960000 Byte große Datei zu verwenden muß mit N geantwortet werden. Danach kann man seine Wunschzahl an Blöcken (die 11) eingeben, sowie im Anschluß, welches Medium getest werden soll. Die Endung '.txt' beim Anhang ist zu entfernen.

Wie man sieht, der Einsatz einer CF-Karte bringt einen ordentlichen Tempo-Schub gegenüber der Floppy als Speichermedium. Bei aktivem Z3PLUS bricht Transfer wegen zu kleiner TPA ab. Es wäre interesant gewesen zu erfahren, ob bei aktivem Z-System ev. noch etws mehr Tempo möglich ist, da Z3PLUS mehr auf den Z80 im Code ausgerichtet sein soll. Ist aber im Grunde unwichtig, da es nur um die Auswirkung auf das Betriebsverhalten bei Nutzung einer CF-Karte gegenüber den anderen Medien geht. Das Ergebnis ist erfreulich und macht sich auch deutlich bemerkbar beim Arbeiten mit der Joyce.

TRANSFER.COM.txt
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kurt
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Re: Velleman-Joyce mit externer Backplane

Beitrag von kurt »

Errata: PCW_RS232-Card-Interface-PCB_20230502.6
Am Wochenende hatte ich als Vorspann zum kommenden ZX-Team Treffen nochmals mein Wifi-Modem an die Joyce gestöpselt, um etwas damit zu 'spielen'. Und siehe da, nach wenigen Versuchen ging nichts mehr... Das hatte ich schon im September 2023 beim Jahres-Treffen. Sollte etwa wieder bei den MAX3232 im Modem und auf der RS232-Karte etwas im argen liegen ? Die Fingerprobe bei der RS232-Karte offenbarte einiges an Übertemeratur, zum Glück ohne Brandblase. Von den in 2021 gekauten 20 Stk. MAX3232 (eBay, aus China) hatte ich nach auftreten ähnlicher Probleme alle noch vorhandenen Chips einmal auf Funktion und Einhaltung der Pegel durchgetestet: 10 Stück mußten in die Runde-Ablage umsiedeln, da nicht zu gebrauchen. Der Rest, immerhin noch 10 Stk. durften bleiben. Mit dem jetzigen Desaster hatte ich die Faxen dicke und habe auch den Rest entsorgt - traurig genug. Es lassen sich ähnliche Vorkommnisse im Web finden, einfach mal nach "Overheating MAX3232" suchen. Eine Gegenmaßnahme sind Serienwiderstände in der RX/TX-Leitung (auf dem Board R2 u. R3 sowie Diode D1). Das scheint aber nicht immer zu helfen. Meine Lösung ist, auf den MAX232 zu wechseln, die sind mit derzeit €0,70 deutlich billiger wie der "Goldstandard" MAX3232 mit €14,-- (bei REICHELT als DIP-Version). Damit das klappt, ist R3 und D1 zu entfernen und durch eine Drahtbrücke zu ersetzen, alternativ und am schnellsten geht auch einfach mittels Drahtbrücke auf der Lötseite jeweils beide Teile zu überbrücken. Die 4 C's der Ladungspumpe müssen dann 1uF Kerkos sein, wie ja auch im Schaltplan angegeben ist. Bei 100nF kann der MAX232 bei längeren Zeichenketten die Signalpegel auf der RS232-Leitung nicht halten und die Daten werden verstümmelt.

Das Rausbrücken behebt auch gleichzeitig ein durch die Aktivitätsanzeige verursachtes TTL-Signalpegelproblem der RX-Leitung zum Z80-SIO. Manche Chips liefern hier wie's scheint mitunter zu wenig Pegel und ankommende Daten (vom Modem) werden nicht erkannt, also kein Empfang - obwohl etwas ankommt !?. Mit aufgestecktem Loop-Back Stecker geht's aber trotzdem. Was schon etwas irritiert. Mit der genannten Korrektur läuft's jetzt aber wie geschmiert - ohne Brandblase am Finger :D
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